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Kollege Franz Pikner

Ein Meister seines Faches ist nach 35 Jahren abgetreten ......


von Gerhard Benedek

Franz Pikner, Jahrgang 1953, hat am 25.06.2010 mit dem Spiel MAC gegen Florio als Assistent 2 seine langjährige Schieds- uns Assistententätigkeit beendet (Schiedsrichter: Felix-Wolfgang Ratcliffe, Assistent 1: Sebastian Gruber). 

Franz ste(h)ts auf Ballhöhe
WFV Präsident Robert Sedlacek verabschiedet Franz  Pikner





















Franz Pikner, ein Faktotum im positiven Sinne,

hat im Jahre 1975 im Haus des Sports in der Wiener Mariahilfer Straße die Prüfung zum Fußballschiedsrichter unter dem legendären Regel- und Schulungsreferenten Josef Boraca abgelegt. Er hat das erworbene Wissen mit viel Fließ zielstrebig umgesetzt, sodaß er die Karriereleiter bis zur RLO erklimmen konnte und schlussendlich im Jahre 1981 auch als Linienrichter (heute Assistent) in die Bundesliga entsandt worden ist.

Ja, und noch was zeichnete Franz Pikner aus:
Die dritte Halbzeit - Nachbesprechung, Matchanalyse und eine große Portion an Gemütlichkeit, waren ihm stets ein Anliegen. Wem wundert es da bei soviel Ehr`, dass eine Vielzahl an Kollegen - angefangen von Franz  Widmayer , jener Schiedsrichter, bei dem unser Franz die ersten schiedsrichterlichen Gehversuche getan hat, über den Präsidenten des WFV, Ex FIFA-Referee Robert Sedlacek , Obmann des WSK Dr. Alexander Lechner, Ehrenmitglied des ÖFB und Ehrenobmann des WSK Franz Wöhrer, Schriftführerin des WSK Christine Weinzettl, bis hin zu einem seiner Teamkollegen Cajetan Winkler und seinem Assistentenintimus Helmut Halper (um nur einige wenige zu nennen), in die Eibesbrunnergasse gekommen sind, um ihrem Franz bei seinem letzten Spiel die Aufwartung zu machen.


Gruber, Pikner, Lechner & Ratcliffe entspannt vor den letzten 90 Feldminunten Ehrenobmann Franz Wöhrer, Obmann Dr. Alexander Lechner beim letzten Einsatz





















Bei vielen Spielen war Franz Pikner eingesetzt.

Das internationale Spiel in Köln, war sicherlich einer seiner vielen Höhepunkte. Franz Pikner hat - egal ob in der Bundesliga oder im Wiener Landesverband eingesetzt - stets seinen Mann gestellt. Er war in seinen Spielleitungen ein umsichtiger, mit viel Fingerspitzengefühl ausgestatteter Schiedsrichter. Er war schlichtweg ein Mann, auf den man sich verlassen konnte und der auf den Fußballplätzen geschätzt und gerne gesehen wurde. Gab es einmal Friktionen in einer Spielleitung, löste Franz Pikner diese in seiner ihm eigenen Art und Weise. Ruhig, humorvoll, witzig, loyal und wenn notwendig, auch mit entsprechender Strenge.

Franz Pikner ließ auch bei diesem letzten Spiel nichts "anbrennen", obwohl die Augen der anwesenden Kollegen sicherlich als Spaß darauf fokussiert waren, bei ihm einen Fehler in seiner Leistung zu erhaschen. Franz löste seine - wenn auch nur leichte - Aufgabe mit Bravour; er stand wie immer "über den Dingen" .

Nach dem Spiel hatte Franz in den Garten des Gemeindeamtes Hennersdorf zu Speiß` und Trank geladen. Bei launigen Laudationes uns so manchem schiedsrichterlichen Schmankerl, war die Stimmung hervorragend und man hörte, dass die Letzten erst dann nach Hause gingen, als die Morgenröte bereits den Himmel zierte.

Lieber Franz,
Du bist dem WSK zufolge Beendigung Deiner aktiven Karriere ja nicht unbedingt abhanden gekommen. Wäre auch schade, denn wer würde sonst ab und zu auch eine kritische Bemerkung "fallen" lassen? Du wirst dem Kollegium nach Absolvierung der Ausbildung, als Beobachter weiter zur Verfügung stehen. Auch der "Klub der Oldies mit Pfiff" (das ist eine Gruppe " altgedienter" Schiedsrichter, die sich jeden zweiten Montag im Monat in den VIP-Räumlichkeiten des Hanappi Stadions zum Gedankenaustausch treffen), freut sich auf seinen "Zuwachs" .

Wir wünschen Dir, lieber Franz, für deine Zukunft alles Gute, gedeihlichen Erfolg als (hoffentlich) zukünftiger Beobachter, viel Freude bei der Oldiegruppe und jede Menge an Gesundheit, damit Du noch lange in unserer Mitte sein und Deinem geliebten Tarock frönen kannst.

Behalte bitte weiterhin deinen Humor!




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