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Team Wiener Linien in der Wiener Stadtliga

Der WFV begrüßt Team Wiener Linien in Wiens höchster Spielklasse

 

von Hans Polyak / Fotos: Alexander Sollak

Team Wiener Linien hat es geschafft! Die Mannschaft holte sich souverän den Meistertitel und ist wiederum Mitglied der Wiener Stadtliga. Einen wesentlichen Anteil am Aufstieg hatte zweifellos Trainer Josef Schuster, der näher auf die Gründe des Erfolges eingeht. 

Pepi, vorerst Gratulation zum souveränen Meistertitel und zum Aufstieg in die Wiener Stadtliga. Was hat die Überlegenheit deines Teams  ausgemacht?

Josef Schuster: Die Dichte und Qualität des Kaders. Wir haben sehr disziplinierte Spieler. Zudem waren beide Vorbereitungsphasen - sechs Wochen im Sommer, acht im Winter - ideal. Wir hatten die Möglichkeit, in Side (Türkei) ein Trainingslager abzuhalten. Dabei absolvierten wir neun Trainingseinheiten und zwei Spiele - gegen die Rapid Amateure und gegen Burgenlands Landesligisten Schattendorf. Die Mannschaft ist im heurigen Spieljahr immer einheitlich aufgetreten. Bei Verletzungen oder Sperren konnten wir stets auf gleichwertige Akteure zurückgreifen. Die Bank war ausschlaggebend.

Jetzt hat ja der Verein in den vergangenen Saisonen immer wieder den Titel angepeilt. Vergeblich! Wieso hat es unter deiner Trainertätigkeit schließlich geklappt?

Josef Schuster: Die Philosophie des Klubs war eben früher anders. Es gab andere Vorstellungen. Als ich im Winter des Spieljahrs 2008/09 die Mannschaft übernahm, lag sie vier Punkte hinter Simmering, dem späteren Meister. Wir haben daraufhin für die kommende Saison gezielt eine Mannschaft aufgebaut, dabei einige Nachwuchskicker in den Kader aufgenommen. Der eine oder andere Youngster ist auch regelmäßig zum Einsatz gekommen. Im Sommer merzten wir unsere Schwachstellen aus und verpflichten die richtigen Spieler.

Hast du heuer mit dieser Dominanz gerechnet? Deine Mannschaft hat ja bereits drei Runden vor Schluss den Titel fixiert und einen unglaubliche Siegesserie - 20(!) volle Erfolge in Folge - hingelegt.

Josef Schuster: Keineswegs! Warum? Nach der vorjährigen Frühjahrssaison  hat Wr. Viktoria eine hervorragende Form aufgewiesen, der Klub hat sich auch sehr gut verstärkt. Zudem hat Austria XIII viel investiert. Wir wussten damals noch nicht, wie schnell unsere Neuen integriert werden können. 

Welche Rolle wird dein Team in der Stadtliga spielen?

Josef Schuster: Wir streben einen gesicherten Mittelfeldplatz an. Wir haben ja schließlich einige Spieler zur Verfügung, die noch nicht den Zenit ihres Könnens erreicht haben.

Ist die Ostliga ein Thema für deinen Klub?

Josef Schuster: Zum derzeitigen Zeitpunkt sicherlich nicht! Wir wollen uns in der Stadtliga konsolidieren. Wohin der Weg führt, wird die Zukunft weisen. Wir haben seriöse Funktionäre, wie etwa Obmann Ing. Andreas Feldhofer oder dessen Stellvertreter Kurt Seifert sen., die ideale Rahmenbedingungen schaffen. Zudem habe ich die vollste Unterstützung seitens des sportlichen Leiters Christian Taufer sowie meines Betreuerstabs, Kurt Seifert jun. und Thomas Wurz.

Die Philosophie des Vereins?

Josef Schuster: Wir werden weiterhin junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs forcieren. So haben wir während der heurigen Saison nicht weniger als fünf Spieler erfolgreich in den Kader der Kampfmannschaft aufgenommen. Wir sind sehr stolz darauf, dass unser Verein der einzige Oberligist war, der seine Nachwuchsabteilung in der höchsten Liga, der WFV- Liga, geparkt hat. Was wiederum für unsere ausgezeichnete Nachwuchsarbeit spricht. Wir präferieren Kontinuität. Wir verzeichneten im Winter keinen einzigen Abgang,  verpflichteten im Gegenzug lediglich einen Akteur. Der Kader der Meistermannschaft konnte gehalten werden. Es gibt nur die eine oder andere Verpflichtung. Tormann Sekulic sowie Stürmer Atik sind schon bei uns gelandet. Ein "Linksfuß" steht kurz vor der Verpflichtung. Und das war sie dann auch schon! Unsere diesjährige Transferzeit. 

Pepi, du bist ein alter Bekannter der Wiener Liga. Jetzt erfolgte deine Rückkehr in die höchste Leistungsklasse der Bundeshauptstadt.

Josef Schuster: Es ist ein sehr schönes Gefühl, dass ich mich sportlich verbessert habe und auf mir schon bekannte Konkurrenten treffe. Ich hoffe, dass wir eine Bereicherung für die Wiener Stadtliga sein werden. Ich freue mich jetzt schon auf schöne und spannende Spiele.

 

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