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Stadtliga-Meisterteller geht an Columbia/Floridsdorf

Der WFV gratuliert Columbia/Floridsdorf zum Meistertitel in der Wiener Stadtliga

 

von Hans Polyak / Fotos: Alexander Sollak

Vor zwei Jahren war Columbia/Floridsdorf in die Wiener Stadtliga zurückgekehrt, um bereits in dieser Spielsaison erneut eine Leitersprosse weiter empor zu klettern. Die Floridsdorfer fixierten in der vorletzten Meisterschaftsrunde den Titel und schafften damit den Aufstieg in die Regionalliga Ost. Maßgeblich am Erfolg beteiligt war Obmann und Sportchef Robert Tippmann, der nicht nur die vergangenen beiden Jahre Revue passieren lässt, sondern auch auf die Zukunft des Klubs eingeht.

   

 

Robert, vorerst Gratulation zum Meistertitel. Mit deinen Columbianern ist es ja relativ schnell gegangen. Nach nur zwei Jahren Stadtliga- Zugehörigkeit ein weiterer Meistertitel, der den Aufstieg in die Ostliga bedeutet. 

Robert Tippmann: Das erste große Highlight war vor zwei Jahren, als der Klub zu seinem 100. Geburtstag in die Wiener Stadtliga aufgestiegen ist. Wir waren schon im ersten Jahr als Stadtliga- Neuling recht erfolgreich. Nach dem Herbstdurchgang waren wir Zweiter, nach 30 Runden lagen wir auf den für einen Aufsteiger sehr zufrieden stellenden achten Platz. Aufgrund dieser Konstellation und nach dem Kennenlernen der Liga verstärkten wir uns punktuell. Wir sind eigentlich ohne Titelambitionen in die heurige Saison gegangen. Aber man hat gesehen, dass es für die Meistertrophäe gereicht hat. Das freut mich besonders, weil Columbia ja der älteste Klub jenseits der Donau ist.

In der Rückrunde hat Columbia eine empfindliche Auswärtsniederlage gegen Post kassiert. Weiters ist die Mannschaft gegen Simmering als Verlierer vom eigenen Platz gegangen und hat daraufhin sogar die Tabellenführung eingebüßt. Du hast trotzdem an deine Mannschaft geglaubt. Sturheit oder Gottvertrauen?

Robert Tippmann: Das ist eben unsere Vereinsphilosophie. Trotz dieser zwei Niederlagen haben wir an unserer Mannschaft festgehalten, weil uns die Gründe der Umfaller genau bewusst waren. Aufgrund der Kaderkonstellation - in den letzten zehn Runden fiel die Stammabwehr aus - haben wir gegen Post und Simmering unser Heil in der Offensive gesucht, was schief gegangen ist. Wir sind ruhig geblieben und haben konsequent weiter gearbeitet. Wahrscheinlich eine etwas andere Funktionärsphilosophie.

Apropos Funktionäre. Du warst erfolgreicher Fußballer, bist 2005 in die Funktionärsetage gewechselt. Mit Erfolg! Warum bist du eigentlich nicht Trainer geworden?

Robert Tippmann: Ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass man als Trainer bei einem Klub nicht sehr viel bewegen  kann. Wenn beim Verein das Umfeld nicht stimmt, kannst du als Betreuer noch so ambitioniert und gut arbeiten, es wird trotzdem wenig weitergehen. Darum bin ich auf die Funktionärsschiene aufgesprungen, weil man hier sehr viel bewirken kann.

Du hast in der Ostliga, aber auch in der Zweiten Division - der jetzigen ADEG- Liga gekickt. Ist diese Fußballklasse ein Thema für deinen Klub?

Robert Tippmann: Natürlich sollte das ein Ziel sein. Aber wir müssen jetzt auf dem Teppich blieben. Jetzt sollten wir erstmals für ein Ostliga-Budget sorgen. In der Folge gilt es, die Strukturen dieser Liga kennen zu lernen. Und dann schauen wir weiter. Ich hoffe, dass wir uns in den nächsten Jahren in der Regionalliga befinden und  nicht absteigen werden! Obwohl das auch kein großes Malheur wäre. Aber unsere jetzige Devise heißt Verbleib in der Ostliga. Und ein weiteres Ziel könnte die ADEG- Liga sein. Ein Ziel, das derzeit vom Bezirk her aber nicht machbar ist. Das muss man hinnehmen. 

Du hast es vorweggenommen, wo du deinen Klub als Aufsteiger im nächsten Jahr erwarten wirst.

Robert Tippmann: Unsere ganze Konzentration gehört dem Klassenerhalt. Dabei ist es mir egal, auf welchem Platz wir landen werden. Hauptsache ist der Verbleib in der Ostliga.

Vor dem Meisterschaftsstart wird erneut ein internationales Schlagerspiel auf dem Columbia- Platz über die Bühne gehen.

Robert Tippmann: Voriges Jahr ist es mir gelungen, Arsenal London als Gegner für eine Freundschaftsbegegnung zu gewinnen. Dieses Match war in jeder Hinsicht ein großer Erfolg. Daher wollen wir auch in Zukunft unsere Anlage für ein jährliches großes Fußballereignis positionieren. Heuer ist Borussia Dortmund "dran"…

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